Von Innovatoren für Innovatoren

Das AiF InnovatorsNet: Von Innovator:innen für Innovator:innen

Das AiF InnovatorsNet ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Start-ups, die nach Innovation streben. Alle Mitglieder verbindet die Neugierde auf Neues, das Streben nach Entwicklung und eine hohe Handlungsbereitschaft. Das Netzwerk wird durch das Team der AiF FTK koordiniert.

Die Idee hinter dem AiF InnovatorsNet

Der Ursprung des AiF InnovatorsNet war eine Idee, die schon vor sechs, sieben Jahren aus dem AiF-Netzwerk an die AiF-Tochter AiF FTK herangetragen wurde: „Ein Netzwerk aus Innovator:innen wäre toll!“, war damals die Anregung. „Wichtig war dabei, dass man sich untereinander austauschen konnte und jeder von dem Wissen aller profitieren konnte“, beschreibt Paula Erlichman, Chief Operation Officer (COO) bei der AiF FTK, die damaligen Wünsche der Netzwerk-Mitglieder.

2016 entstand zunächst der Innovationsclub als eine Art Vorläufer des heutigen AiF InnovatorsNet. „Die damaligen Mitglieder sind auch heute noch im AiF InnovatorsNet dabei“, so Erlichman.  Das Interesse im Netzwerk war schon damals groß; der Innovationsclub war sehr beliebt. „Wir hatten viele Ideen, aber unserem Unternehmen fehlten noch die Kapazitäten, die nötig waren, um alle Vorstellungen umzusetzen“, erklärt Erlichman. Auch mangelte es an Instrumenten, mit denen man das Projekt auf die nächste größere Ebene hätte bringen können.

Jan-Frederik Kremer

„Wir holen ständig Rückmeldungen aus dem Netzwerk und binden es aktiv in die Weiterentwicklung ein, nur so bleibt das AiF InnovatorsNet ein echtes Netzwerk für Innovatoren und kann sich auch als solches weiterentwickeln.“

Jan-Frederik Kremer, Chief Executive Officer (CEO) der AiF FTK

Es dauerte noch ein Weilchen, aber Anfang 2019 standen die Weichen dann auf Neuanfang: Jan-Frederik Kremer übernahm die Geschäftsführung der AiF FTK und Paula Erlichman kam als festes Teammitglied nach kurzer Auszeit zurück zur AiF FTK. „Zunächst haben wir Inventur gemacht und erfasst, was zum Portfolio unseres Unternehmens gehört: Der Innovationsclub schien eine gute Idee –  hier wollten wir weitermachen“, sagt Jan-Frederik Kremer, CEO der AiF FTK. Die nächsten Schritte waren Sache des gesamten Teams der AiF FTK. „Wir haben überlegt: Was machen wir aus dieser tollen Vorlage? Was soll bleiben? Was fehlt noch?“, erklärt der CEO. „Natürlich haben wir auch das Netzwerk, die Mitglieder des Innovationsclubs, in unsere Überlegungen mit einbezogen. Uns haben ihre Bedürfnisse interessiert. Wir haben konkret gefragt: Was können wir für euch tun? Das machen wir übrigens noch immer: Wir holen ständig Rückmeldungen aus dem Netzwerk und binden es aktiv in die Weiterentwicklung ein, nur so bleibt das AiF InnovatorsNet ein echtes Netzwerk für Innovatoren und kann sich auch als solches weiterentwickeln“, ist Kremer überzeugt.

Paula Erlichman

„Rund um die Themen industrienahe Innovationen, Forschung und Innovationsförderung haben wir angesetzt. Glücklicherweise saßen wir an der Quelle: Wir konnten das bewährte AiF-Netzwerk nutzen und zudem auf die Expertise des Innovationsclubs zurückgreifen.“

Paula Erlichman, Chief Operation Officer (COO) der AiF FTK

Die Antworten der Innovationsclub-Mitglieder waren eindeutig: Gefragt war eine niederschwellige Vernetzung mit anderen innovativen Unternehmen; auch Spezialist:innen und der Zugang zu der Expertise und dem Wissen aus dem AiF-Netzwerk standen auf der Wunschliste ganz oben. „Rund um die Themen industrienahe Innovationen, Forschung und Innovationsförderung haben wir angesetzt. Glücklicherweise saßen wir an der Quelle: Wir konnten das bewährte AiF-Netzwerk nutzen und zudem auf die Expertise des Innovationsclubs zurückgreifen“, so Erlichman. Klar war: Damit ein Netzwerk seine volle Wirkung entfalten kann, muss es agil und digital koordiniert und ausgerichtet werden. Daher kam ein Tipp aus dem bestehenden Netzwerk wie gerufen und führte zu dem Start-up Loxonet aus Hamburg, das die Software für eine digitale Mitgliederplattform entwickelte. In enger Zusammenarbeit entstand in kürzester Zeit der AiF InnovatorsNet Hub; das digitale Kernstück des AiF InnovatorsNet. Der Ansatz des AiF InnovatorsNet wird hier perfekt abgebildet: Im Zentrum steht die Vernetzung. Digitalisierung, Prozessoptimierung und Automatisierung werden forciert. Doch gleichzeitig ist die digitale Plattform nur das Werkzeug, um die Angebote und Möglichkeiten des AiF InnovatorsNet nutzbar zu machen. „Das AiF InnovatorsNet zeichnet sich durch wenig Administration aus, dadurch bleibt viel Raum und Zeit für Kreativität und tolle Inhalte“, erklärt Erlichman. „Der Hub ist wichtig als Instrument, doch das AiF InnovatorsNet sind vor allem die Menschen, die mitmachen und natürlich auch diejenigen, die die Angebote kuratieren“, betont Erlichman.

Was das AiF InnovatorsNet bietet

Seit Anfang 2021 bietet das AiF InnovatorsNet sein volles Programm: Dazu gehören neben Kontakten und Vernetzungsaktivitäten innovativer industrienaher Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Start-ups auch Workshops und Events. Der AiF InnovatorsNet Hub ermöglicht durch einen persönlichen Zugang den direkten Zugriff auf alle Apps und Leistungen des AiF InnovatorsNet. So können Mitglieder auf der Marktplatz-App Lösungen und Angebote platzieren und nach passenden Forschungspartner:innen suchen oder auch direkt mit interessanten Personen in Kontakt treten. Viele Informationen und ebenso viele Antworten auf Fragen der Mitglieder gibt es im Help-Center. Hier werden auch alle Apps des AiF InnovatorsNet vorgestellt und Fragen zur Mitgliedschaft beantwortet. Brandneu ist die Forum-App: Sie ermöglicht den Mitgliedern, ihr Wissen themenspezifisch mit dem Netzwerk zu teilen. „Unsere Mitglieder sind inspirierend innovativ und bringen jeweils umfangreiche Expertise mit. Das wollten wir im Hub nutzbar machen. Die Forum-App eignet sich dafür hervorragend“, ist Kremer überzeugt. „Wir haben zunächst vier Foren zu Bereichen eingerichtet, die regelmäßig eine hohe Nachfrage im Netzwerk erzielen“, beschreibt er das neue Feature. „Die Foren werden in Zukunft fortlaufend erweitert. Dabei orientieren wir uns an den Bedürfnissen und Wünschen der Mitglieder und bilden selbstverständlich aktuelle Themenbereiche der Welt der Innovationen ab.“

Bislang gibt es Foren zu den Themen Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), Steuerliche Forschungsförderung (Forschungszulage) und Vereins- und Gemeinnützigkeitsrecht. Ein viertes Forum stellt der Bereich Innovation-on-demand dar. „Hier finden unsere Mitglieder zum Beispiel Aufzeichnungen von Veranstaltungen, Guidebooks und Self-Learn Kurse, die nützlichen Input zu unterschiedlichen Themen geben. So hat meine Kollegin Sophie Schindlbeck hier vor Kurzem ein Guidebook eingestellt, das Tipps und Tricks für die Planung virtueller Veranstaltungen enthält. Das kann ich sehr empfehlen“, rät Erlichman. Ganz aktuell gibt es ein PDF zum Thema „BMBF-Förderprogramm: Innovative Arbeitswelten im Mittelstand“. Kurz und knapp erfahren Interessierte hier, wer und was zu welchen Konditionen in diesem Programm gefördert wird. Dazu gibt es hilfreiche Tipps und die professionelle Einschätzung des Programms durch das AiF InnovatorsNet Team. „Wir sind gespannt auf rege Diskussionen und freuen und auf einen innovativen Wissensaustausch in den Foren“, sagt Erlichman.

Renommierte Expert:innen

Zum AiF InnovatorsNet gehören auch die sogenannten Ambassadors. Ambassador wird man durch Berufung: Sie sind anerkannte und renommierte Experten:innen des weltweiten Innovationssystems, die sich in besonderer Weise mit dem AiF InnovatorsNet identifizieren und die Mitglieder mit ihren Verbindungen und ihrer Expertise unterstützen.

„Die Mitglieder des AiF InnovatorsNet sind immer up to date im Hinblick auf unternehmensrelevante Förderprogramme oder Forschungstrends, dabei wird besonders geschätzt, dass wir eine neutrale und qualitätsgesicherte Einordnung liefern können, ohne eigenwirtschaftliche Interessen“, betont Kremer. „Mitglieder lernen frühzeitig Branchentrends und erfolgreiche Best Practices aus anderen Branchen und dem AiF-Netzwerk kennen. Ein weiterer Vorteil: Unsere Mitglieder sparen Kosten für Beratungshonorare und Fortbildungen, da neben einem Innovationsbeitrag für die Verwaltung keine weiteren Gebühren anfallen und auf alles zugegriffen werden kann“.

Wer kann Mitglied werden?

Grundsätzlich können alle Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen und Vereine und Verbände Teile des AiF InnovatorsNet werden. Voraussetzung für die Aufnahme ist ein Antrag, der von einer Jury geprüft wird. Dreh- und Angelpunkt ist das passende Mindset: Interessierte sollten visionär in die Zukunft blicken und den Wunsch haben, sich zu engagieren und mit interessanten Innovationsakteur:innen zu vernetzen. „Für besonders innovative KMU und Start-ups besteht zudem die Möglichkeit einer durch den AiF e.V. geförderten Mitgliedschaft“, erklärt Erlichman. „Darauf können sich die Unternehmen formlos bei uns bewerben.“

Mit der Teilnahmeerklärung kann jederzeit ein Antrag auf Aufnahme im Netzwerk gestellt werden. (Mehr zu den Mitgliedskonditionen.)

AiF-Netzwerk im AiF-InnovatorsNet

„Seit einigen Wochen ist unsere Mutterorganisation, der AiF e.V., ein Mitglied+ im AiF InnovatorsNet. Durch diese Mitgliedschaft+ des AiF e.V. können auch die Mitglieder des AiF-Netzwerks am AiF InnovatorsNet teilnehmen“, ergänzt Erlichman. „So haben die AiF-Forschungsvereinigungen kostenfreien Zugang zum AiF InnovatorsNet. Für Unternehmen, die als Mitglieder zu den AiF- Forschungsvereinigungen gehören, bestehen vereinfachte und vergünstigte Möglichkeiten der Teilnahme. Die ehrenamtlichen IGF-Gutachter:innen können ebenfalls unentgeltlich teilnehmen.“

Für alle Neu-Mitglieder und solche, die es werden wollen, bietet die AiF FTK regelmäßige Sprechstunden zur Vorstellung des AiF InnovatorsNet und des digitalen Hubs an. Die nächsten Termine sind im Kalender auf www.aif-ftk-gmbh.de notiert. „Oder Sie fragen unseren OttoBot. Der wartet auf unserer Website – unten rechts – und freut sich jederzeit auf Besuche“, empfiehlt Erlichman.

Warum mitmachen beim AiF InnovatorsNet?

„Das ist ganz einfach zu beantworten“, findet Jan-Frederik Kremer. „Es gibt nichts, was dagegen und alles, was dafür spricht. Wer Neues schaffen und sich und sein Unternehmen entwickeln will, der ist hier richtig und trifft Gleichgesinnte. Wir sind nicht einfach ein soziales Netzwerk: Unser Angebot ist geprüft und kuratiert; nur, wer wirklich zu uns passt, kann mitmachen. Da schauen wir ganz genau hin. Sie sollten unsere Grundidee mögen und teilen. Die Definition von Innovation heißt, Neues zu schaffen, sich zu entwickeln und erfolgreich am Markt zu positionieren. Das ist unser Focus. Wir möchten im AiF InnovatorsNet gleiche Ideen und Ziele mit dem gleichen innovativen Mindset agil und zukunftsgerecht umsetzen.“

Dazu werden ständig neue Angebote entwickelt, das AiF InnovatorsNet ist immer in Bewegung, es bleibt nicht stehen. Neue kuratierte Inhalte werden fortlaufend zur Verfügung gestellt; es gibt keine thematischen Einschränkungen. Das AiF InnovatorsNet hilft seinen Mitgliedern dabei, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln, Netzwerke zu erschließen, Partner zu finden und (internationales) Wachstum sowie Innovationen voranzutreiben. „Damit haben wir die Gründungsidee und Mission der AiF, nämlich die Innovationskraft des Mittelstandes anwendungsnah und aus einer neutralen Position heraus zu stärken, innovativ, digital und zeitgemäß neu belebt“, so der Geschäftsführer der AiF FTK.

Wo soll es hingehen?

Die Kurator:innen achten weiterhin darauf, dass die Qualität des Netzwerks sichergestellt wird, dass die thematische Balance erhalten bleibt oder neue Themen forciert werden, wenn sie von Interesse sind. Neben dem bestehenden Angebot warten bereits viele Ideen auf Ihre Umsetzung, um den Zugang zueinander noch intuitiver und einfacher zu gestalten.

Für die Zukunft sind auch wieder physische Begegnungen, beispielsweise gegenseitige Unternehmensbesuche, geplant. „Wir stehen schließlich als Menschen dahinter“, erinnert Paula Erlichman. „Das Netzwerk lebt von den Menschen und es soll wachsen, damit noch mehr Ideen-Austausch und Befruchtung möglich wird. Wir möchten alle Kompetenzbereiche abdecken, damit bald eine noch umfänglichere Expertise im Netzwerk zur Verfügung steht. Es soll noch mehr für das Netzwerk geboten werden. Wir denken auch an Workshops und Sprechstunden vor Ort, sobald die Lage das zulässt. Kurz gesagt: Wir wollen DIE Austauschplattform in Deutschland für innovative, industrienahe Unternehmen und Institutionen werden“, fasst Erlichman zusammen.

Sie können dabei sein: Informieren Sie sich auf der Website der AiF-Tochter AiF FTK oder füllen Sie einfach die Teilnahmeerklärung aus.

Das komplette Team der AiF FTK lernen Sie auf der AiF FTK-Website kennen.

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!

Evelyn Bargs-Stahl, Juni 2021

Foto: ©Pexels/Pixabay

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