Ein Bild zeigt die Otto von Guericke-Preisträger 2020

Die Otto von Guericke-Preisträger 2020: Steffen Nothelfer und Dr. Karl Stock mit AiF-Präsident Sebastian Bauer (v.l.)

Update: Otto reist nach Ulm

Nach einem Jahr in Hamburg residiert Otto nun in Ulm: Keine schlechte Adresse für den Otto von Guericke-Preis! Dr. Karl Stock und Steffen Nothelfer vom ILM an der Universität Ulm haben ihn persönlich in Köln im Schokoladenmuseum in Empfang genommen. Von hier wurde die Preisverleihung erstmals im Rahmen einer Online-Live-Veranstaltung im Internet gestreamt – spannendes Neuland für alle Beteiligten. Die beiden anderen nominierten Teams waren live in Dresden und Halle dabei – und haben sich mit den Gewinnern gefreut.

Ein Bild zeigt die drei Finalisten-Teams im Moment der Gewinnerbekanntgabe

Team Halle (Dr. Jana Fiedler, Dr. Ralf Schlimper auf dem Bildschirm und Thomas Wagner v.l.) unten links; Team Dresden (Dr. Ronny Brünler und Philipp Schegner v.l.) Mitte oben und Team Ulm (Steffen Nothelfer und Dr. Karl Stock v.l.) unten rechts. Hier geht’s zu den kurzen Projektfilmen der Teams aus Ulm, Halle und Dresden.

Alles anders in 2020

Jede der AiF-Preisverleihungen in den letzten Jahren war einzigartig. Ob im Berliner E-Werk, dem Tipi im Kanzlerplatz oder dem Humboldt-Carré, ob mit einem Nobelpreisträger als Gast, einem Science Slam auf dem Programm oder mit tollen Moderator:innen wie Dunja Hayali, Jan-Martin Wiarda oder Mai Thi Nguyen-Kim – es war immer unterhaltsam und spannend.

Ein Bild zeigt den Eingangsbereich der Veranstaltungslocation mit Fiebermessstation2020 war unter einem weiteren Gesichtspunkt einzigartig: Anders als sonst gab es in diesem Jahr keinen gemeinsamen Abend mit Musik und guten Gesprächen, kein Händeschütteln beim Gratulieren – diesmal war alles Corona-konform.

Doch in einer Hinsicht war alles wie immer: Es war wieder ein toller Abend mit vielen Gästen und Gratulanten, die ihre Grüße und Wünsche nun eben digital übermittelten, darunter AWI-Direktorin Professorin Antje Boetius und der Parlamentarische Staatssekretar Thomas Bareiss. Auch Dr. Lars Molter, Otto von Guericke-Preisträger in 2019, schickte Glückwünsche aus Hamburg. Er sprach in einem kurzen Videoeinspieler davon, dass er den damaligen Schwung nutzen konnte, um am Markt durchzustarten. Tatsächlich schloss er vor einigen Wochen einen großen Deal im VOX-Format „die Höhle der Löwen“ ab. Juror Carsten Maschmeyer hält Molters Entwicklung für „eine der anspruchsvollsten Innovationen, die in „Die Höhle der Löwen“ je präsentiert wurde“.

Ebenso wird auch das in diesem Jahr ausgezeichnete Team sowie die weiteren nominierten weiter „durchstarten“: Team Halle dreht mit dem Thema grüne Energiegewinnung ein im wahrsten Wortsinn „großes Rad“; Team Dresden sorgt mit seinen maßgeschneiderten Herzklappenimplantaten und Stentgrafts schon jetzt für viel Aufsehen. Und das Preisträgerteam aus Ulm macht nicht nur in Fachkreisen Schlagzeilen. Von allen in 2020 nominierten Teams werden wir zweifellos noch hören.

Überhaupt scheint der wissenschaftliche Rat der AiF, aus dem sich die Jury für den AiF-Preis zusammensetzt, über einen „guten Riecher“ zu verfügen: Neben unternehmerisch erfolgreichen Preisträgern wie beispielsweise dem oben erwähnten Dr. Lars Molter, waren die AiF-Preisträger mehr als einmal für den Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert. Schon 2005 erreichte einer der ersten OvG-Preisträger von 2002 die Finalrunde des Zukunftspreises. Prof. Chokri Cherif von der TU Dresden hat die hohe Auszeichnung 2016 dann nach Dresden geholt, nachdem er 2015 mit seinem Team den „Otto“ in Empfang genommen hatte.

Weiter geht’s – wieder auf Anfang

Nach der Preisverleihung ist vor der Preisverleihung. Schon in ein paar Monaten, Anfang 2021, werden die AiF-Mitglieder erneut Gelegenheit haben, potentielle Preisträger und deren Projekte für die nächste Preisvergabe vorzuschlagen. In 2021 gibt es zudem noch ein Jubiläum zu feiern, denn die AiF vergibt den Otto von Guericke-Preis zum 25. Mal. Wie die Preisverleihung von statten gehen wird, – digital, in Präsenz oder ganz anders – ist unsicher. Sicher ist: Es wird wieder spannend werden.

Evelyn Bargs-Stahl

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